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Das Thema „Mobility“ (Mobilität) hat in den letzten Jahren, für den Hobbysportler mehr und mehr an Bedeutung bekommen, was an sich sehr positiv ist. Besonders wenn es um die Ausführung von Übungen wie Kniebeugen, Handstand oder Kreuzheben geht, wird oft von fehlender Mobilität gesprochen. Leider vertauschen und vermischen viele Sportler die Bedeutung eine hohe Flexibilität zu haben mit der eigentlichen Mobilität. Doch was ist eigentlich der genaue Unterschied?

Flexibilität

Stell dir vor du möchtest ein Spagat lernen. Das Erste was dir in den Sinn kommt, ist vermutlich das Dehnen. Und dehnen beschreibt bereits die Aktivität, die wir ausüben müssen, um unsere Flexibilität zu erhöhen. Flexibilität beschreibt nämlich lediglich die Länge eines Muskels. Im Falle des Spagats benötigen wir z. B. eine hohe Flexibilität im Hüftbereich.

Mobilität

Gehen wir davon aus du hättest genug Flexibilität im Hüftbereich sowie Sprunggelenk um eine saubere tiefe Kniebeuge auszuführen. Wirst du dadurch automatisch eine saubere tiefe Kniebeuge ausführen können? Eher nicht. Zu einer tiefen Kniebeuge gehört nämlich noch wesentlich mehr als eine hohe Flexibilität. Eine Kniebeuge ist ein Bewegungsmuster und genau das beschreibt Mobilität. Wie mobil jemand ist, misst man nämlich anhand seines Bewegungsumfangs (ROM) bei einer funktionellen Bewegung. Während wir bei einer Kniebeuge eine gewisse Flexibilität benötigen, ist es bei einem Spagat nicht nötig eine hohe Mobilität zu besitzen, da es weniger eine funktionelle Bewegung ist, sondern eher eine statische Halteposition. Flexibilität ist also ein Teil deiner Mobilität.
Nun stellt sich nur noch die Frage, wie man denn seine Mobilität trainieren kann.

  1. Foam rolling:
    Foam rolling ist eine Selbstmassagetechnik zum Lösen von verhärtetem Punkten, mit der ihr eure Mobilität kurzzeitig erhöhen könnt. Um solche Punkte langfristig zu enthärten, gilt es die Ursache zu finden und regelmäßig daran zu arbeiten.
  2. Mobility Drills
    Mobility-Drills sind Übungen, die auf die Verbesserung des Bewegungsumfanges hinzielen. Einer der besten englischsprachigen Seiten für derartige Drills ist Mobility|WOD.
  3. Dehnen
    Wie oben erklärt ist auch eine gewisse Flexibilität teil einer guten Mobilität. Jemand der bereits recht flexible ist, kann diesen Punkt eher vernachlässigen.

Wissenswertes: Die Beweglichkeit wird oft durch das Zentrale Nervensystem eingeschränkt, um dich vor Verletzungen zu schützen.

Mobilitäts vs Flexibilität

An sich lässt sich das Thema relativ einfach zusammenfassen:

Flexibilität = Länge eines Muskels
Mobilität = Bewegungsumfang eines Gelenks

Für Fragen und Anmerkungen stehe ich euch wie gewohnt in den Kommentaren zur Verfügung. 🙂